Erkältung

 Oft beginnt eine Erkältung mit Frieren und man geht daher fälschlicherweise davon aus, dass Kälte bzw. Verkühlung die Ursache ist. Kälte allein kann aber keine Erkältung auslösen. Allerdings führt eine Unterkühlung zu einer sinkenden Durchblutung und damit ist die Abwehrkraft in Haut und Schleimhaut reduziert. Dies wiederum führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für die eigentlichen Verursacher – Viren. Diese infizieren die Atemwege und sorgen so für die typischen Erkältungszeichen wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und eventuell auch Ohrenschmerzen sowie leichtem Fieber. Erkältungskrankheiten sind unangenehm aber meist harmlos.

Warum man immer wieder erkrankt

Bei Infektionskrankheiten wird eine Immunität gegen den Erreger aufgebaut, die oft eine erneute Erkrankung mit dem gleichen Keim verhindern. Allerdings gibt es bei den Schnupfenviren hunderte verschiedener Erreger, aus verschiedenen Virengruppen (Rhinoviren, RSV (“respiratory syncytial virus”), Parainfluenzaviren, Coronaviren,Adenoviren, Myxoviren, Reoviren, Coxsackieviren …). Hat man eine durch einen bestimmten Virus verursachte Erkältung überwunden, schützt das nicht vor dem nächsten Infekt mit einem der anderen Erkältungsviren.

Symptome

Charakteristisch ist die Schleimbildung in Lunge, Hals und Nase. Der Mediziner spricht dann von katarrhalischen Erkältungskrankheiten. Dazu kommen unterschiedlich stark ausgeprägte Allgemeinsymptome wie allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schweißneigung und Nachtschweiß, Kopf- und Gliederschmerzen. Appetitlosigkeit ist besonders bei Kindern häufig, die noch eine direktere Körperwahrnehmung und eine natürlichere Reaktion auf Körpervorgänge haben.

Fieber ist ein häufiges Krankheitssymptom, das Patienten in medizinische Praxen führt (5,3 % der Beratungsanlässe in einer durchschnittlichen Allgemeinarztpraxis). Zur Selbstbehandlung geeignet ist nur Fieber harmloser oder bekannter Ursache. Bei unklaren Ursachen muss unbedingt ein Arzt herangezogen wer den, der gravierende Infektionen und Entzündungen wie Abszesse, Malignome, Kollagenosen und Vaskulitiden ausschließt.

Dauer einer Erkältung

Eine Erkältung entwickelt sich über mehrere Tage und dauert meist etwa eine Woche, sofern keine Komplikationen auftreten. Die echte Grippe ist im Gegensatz zu den ziemlich harmlosen Erkältungen und grippalen Infekten eine schwere Erkrankung mit Neigung zu Komplikationen wie Lungenentzündungen und einer langwierigen Erholungsphase, auch tödliche Ausgänge sind keine Seltenheit. Daher ist eine Impfung dringend zu empfehlen!

Was kann man gegen Erkältungen tun?

Bei den „normalen“ Hals-, Nasen- und Ohreninfekten kann man unbedingt zur Anwendung pflanzlicher oder naturheilkundlicher Präparate raten: Es gibt verschiedene pflanzliche Mittel, die die Abwehr stärken und die bei alten und geschwächten Menschen die körperliche Reaktion auf den jahreszeitlichen Wechsel unterstützen. Sie enthalten oft Extrakte aus Wasserdost (Eupatorium), Lebensbaum (Thuja), Wildem Indigo (Baptisia), Taigawurzel (Eleutherococcus) oder Sonnenhut (Echinacea). Auch Pflanzen mit Senfölglykosiden wie Meerrettich und Kappuzinerkresse sind stark immunstimulierend und wirken sogar in höherer Dosierung abtötend gegen Viren und Bakterien. Bei richtiger Anwendung kann man mit diesen Präparaten die Dauer eines Infektes stark verkürzen.
Auch zur „Grippevorbeugung“ über den ganzen Winter hin sind einige dieser Mittel geeignet. Sehr gut kann man Erkältungen auch mit homöopathischen Mitteln oder Schüßler Salzen behandeln.


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